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Unsere Familiengeschichte

Unsere Familie ist seit Generationen in der Landwirtschaft tätig. Seit Beginn des 19.Jahrhunderts haben meine Vorfahren die zahlreichen Ländereien bestellt. Am 19.01.1818 wurde mein Ur-Ur-Großvater Leonardo Castelluccia in den kommunalen Listen der Wahlberechtigten mit einer Einkommenssteuer von 12 Dukaten aufgeführt. Hierzu muss man wissen, dass in der Liste der Wahlberechtigten nur diejenigen aufgeführt wurden, die über ein größeres, zu versteuerndes Vermögen verfügten.² Mit Beginn der Renaissance hat

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Bild 1 Rocco Castelluccia

der gesamte Süden stark gelitten. Als wäre das nicht genug gewesen, ist der Süden zu Beginn des 20. Jahrhunderts von der Cholera heimgesucht worden. In kurzer Zeit wurden viele Menschen von dieser Seuche dahingerafft. Meine Vorfahren waren deshalb gezwungen, große Teile ihres Bodens zu verkaufen, um sich von dem Geld Medikamente kaufen zu können. Andere waren gezwungen in den amerikanischen Kontinent auszuwandern, auch weil die Landwirtschaft kein ausreichendes Einkommen mehr garantierte. Mein Großvater Nicola Castelluccia ist geblieben, da er an die Landwirtschaft glaubte. Er nahm am ersten Weltkrieg teil, dem auch zahlreiche Landarbeiter aus dem Süden zum Opfer fielen. Wie ein Wunder kam er lebend aus diesem Krieg zurück und kümmerte sich fortan um sein Land und seine sechs Kinder, davon fünf Töchter. Über meinen Großvater weiß ich nicht so viel, außer dass er sein Leben lang der Landwirtschaft gewidmet hat und an einer Lungenerkrankung gestorben ist, als ich noch ein kleines Mädchen war. Anfang der 60er Jahre herrschte im Süden große Armut. Das wenige Land, das noch im Familienbesitz verblieben war, reichte nicht, um unsere Familie durchzubringen, sodass auch mein Vater Rocco Castelluccia wie viele andere aus unserer kleinen Dorfgemeinschaft sich gezwungen sahen, in das Ausland zu emigrieren, um ihre Familien den notwendigen Lebensunterhalt zu

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sichern. So kam auch mein Vater 1961 mit zwei Cousins nach Schönbrunn in der Nähe von Karlsruhe. Ich blieb als 3Jährige mit meiner Mutter alleine in unserem Dorf Ischitella zurück. Getrieben von dem großem Heimweh und der Liebe zu seiner Familie, kam er jedoch schon bald nach sechs Monaten wieder in seine Heimat zurück, um sein Land zu bestellen.

Sein weiteres Leben war sehr entbehrungsreich und aufopfernd, jedoch wiederholte er stets, dass die Bewirtschaftung eines Stück Landes die größte Befriedigung im Leben verschafft. Ich fragte ihn immer wieder wie man glücklich sein kann, wenn man stets erschöpft und mit Erde verschmutzt nach Hause kommt. Wir waren so arm, dass wir uns nichts leisten konnten, während unsere Nachbarn, die nach Norditalien o der in das Ausland gegangen waren gut gekleidet und manchmal sogar mit einem Auto zum Urlaub zurückkehrten. Mein Vater antwortete stets, dass die Zufriedenheit der Tatsache entspringt, dass man nach einem harten Arbeitsalltag die Früchte der Arbeit, die man mit den eigenen Händen gesät und gepflegt hat

Bild 2 Seitenstraße in Ischitella

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anschauen und deren Wachstum verfolgen könne und dich dieser Anblick dem Schöpfer näher bringt. Dies machte ihn glücklich Seine große Leidenschaft neben der Landwirtschaft gehörte der Musik, der er sich nach einem harten Alltag auf dem Feld mit großer Hingabe widmete und die ihn weit über die Grenzen unserer Dorfgemeinschaft bekannt und beliebt gemacht hat.

Anfangs habe ich ebenso wie mein jüngerer Bruder Nicola Castelluccia, der nach seinem Großvater traditionell benannt wurde, das Land und die Landwirtschaft gehasst. Wir konnten es kaum erwarten volljährig zu werden und unser vermeintliches Glück, ebenso wie die vielen anderen jungen Menschen meines Alters, in Norditalien oder im Ausland zu suchen. Auch wenn mein Vater Verständnis aufzubringen versuchte, dass junge Menschen seinem entbehrungsreichen Leben nicht unbedingt nacheifern konnten, so wurde er nicht müde immer wieder darauf hinzuweisen, dass sich auch die junge Generation dem Erhalt der Natur und der Pflege der einzigartigen alten Olivenbaumbestände zu widmen haben, um diese

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uralten Naturdenkmäler zu schützen, zu bewahren und sie vor dem Verschwinden zu retten.„Denn wir sind mit der Erde verbunden. Wenn wir Sie nicht schützen und nicht pflegen und nicht bewahren, was Gott uns geschenkt hat, werden wir mit dem Olivenbäumen verschwinden.“

Bild 3 Dorfgemeinde Ischitella

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Trotzdem bin ich im Jahre 1978 aus Liebe zu meinem jetzigen Ehemann, Rechtsanwalt Giovanni Manicone, nach Deutschland gefolgt. Kurze Zeit später folgte mir auch mein Bruder Nicola nach Frankfurt am Main. Nach einigen Jahren Aufenthalt in Frankfurt, in denen er als Arbeiter in verschiedenen Betrieben gearbeitet hatte, erinnert er sich an die Worte meines Vaters betreffend seines Aufenthaltes in Deutschland Anfang der 60er Jahre und beschloss, ebenfalls getrieben von großem Heimweh und der Sehnsucht nach seiner Familie, dem Meer und dem Land, nach Italien zurück zu kehren um die väterlichen Grundstücke zu bewirtschaften. Nach seiner Rückkehr kümmerte er sich mit seiner Ehefrau Lucia und seinem Sohn Rocco nicht nur um die väterlichen Grundstücke sondern auch um meinen Vater bis zu dessen Tode. Ich bin meinem Bruder sehr dankbar, dass er diese Entscheidung damals getroffen hat. Erst spät, nach mehr als 30 Jahren, habe ich angefangen zu begreifen, was mir mein Vater damals klar zu machen versuchte. Ich bin ihm und meiner Mutter sehr dankbar, dass sie ihren Kindern sehr früh die Liebe zur Natur und damit zu Gott näher gebracht haben.

Vor rund 12 Jahren bei einem sonntäglichen familiären Abendessen und einem Glas Rotwein kam meinem Ehemann Giovanni die Idee in meiner Boutique unser selbst gewonnenes Olivenöl anzubieten, eine ebenso verrückte wie bizarrer Idee, die wir in der Folgezeit tatsächlich umgesetzt haben. Seitdem haben sich immer mehr meiner Kunden von der einzigartigen Qualität unseres Olivenöls überzeugen lassen und sind seitdem Stammkunden. Regelmäßig wird mir von meinen Kunden versichert,

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dass dies das beste Olivenöl sei, das sie jemals probiert haben. Diese Überzeugung beruht auf dem Umstand, dass ich meinen Kunden nicht nur jedes Detail der Pflege unserer Olivenbäume erläutere, sondern auch den gesamten Prozess von der Ernte bis zur Gewinnung unseres Olivenöls erkläre. So kann der Kunde bei mir nicht nur eine Verkostung des Öls vornehmen, sondern sich auch über alle ihn interessierenden Fragen über die geografische Lage unserer Olivenhaine, dem einzigartigen Mikro- Klima unseres Nationalparks Gargano und der Entstehung des fertigen Produktes zu informieren.

So erfahren meine Kunden, dass sie mit dem Kauf unseres Olivenöls nicht nur ein einzigartiges Produkt erwerben, sondern auch dazu beitragen, unseren uralten, teils tausendjährigen Olivenbaumbestand zu erhalten, damit auch die meistens kleinbäuerlichen Olivenölproduzenten eine Motivation für die zukünftige Erhaltung unserer Kulturlandschaft erhalten.

Wussten Sie zum Beispiel, dass Olivenbäume während ihres Jahrhunderte dauernden Lebens laufen lernen? Wenn ein Olivenbaum mehrere hundert Jahre alt geworden ist, teilt sich der Hauptstamm in mehrere Teile, aus denen jeweils eigene mächtige Olivenbäume entstehen, die ihre eigenen Wege gehen. Dies haben Wissenschaftler vor kurzem herausgefunden. Aber nicht nur das Olivenöl ist nach den heutigen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen für eine gesunde Ernährung unentbehrlich, sondern es lassen sich aus den Olivenblättern, die dieselben gesundheitsfördernden Wirkstoffe enthalten, köstliche Tees und Extrakte

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gewinnen, die zahlreiche Erkrankungen lindern und sogar heilen können. Aus diesem Grunde wurde der Olivenbaum bereits in der Antike als Lebensbaum bezeichnet. Wenn Sie mehr zum Thema Olivenblätter und deren Wirkstoffe wissen wollen, dann erfahren Sie mehr über unsere Rubrik Olivenblätter & Wirkstoffe oder Olivenbaumskandale.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei meinen langjährigen Kunden, meinem Ehemann, meinem Bruder Nicola und seiner Familie und meinen Söhnen
Dario - und Fabio Manicone, die bei der Erstellung unseres Onlineauftrittes wertvolle Hilfe geleistet haben.

Geschichte: Rosa Castelluccia Manicone

 

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